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Wirtschafts- und Steuerstrafrecht

Die Bedeutung von Wirtschaftsstraftaten hat in den letzten Jahren immer mehr zugenommen. Vorherrschend sind dabei die Delikte der Unterschlagung, Untreue, Falschbilanzierung, Produktpiraterie, Korruption und Cybercrime (Tatbegehung mittels Informations- technologie, z.B. Virusinfektionen oder "Hacker").

Im Rahmen des Steuerstrafrechts geht es zumeist um den Tatvorwurf der Steuerhinterziehung, oft im Zusammenhang mit Geldwäsche.

Kennzeichnend für diesen speziellen Bereich des Strafrechts ist der oft schwierig aufzuklärende Sachverhalt, der sowohl juristische als auch betriebswirtschaftliche Kenntnisse voraussetzt.

Der Rechtsanwalt kann in diesem Bereich in zwei Funktionen tätig werden:

Als Verteidiger steht er demjenigen bei, gegen den ein Ermittlungsverfahren wegen eines Wirtschaftsdelikts anhängig ist. Hierzu hat er ein uneingeschränktes Recht auf Akteneinsicht, auch in die Ermittlungsakten der Staatsanwaltschaft.

Dabei ist es äußerst empfehlenswert, so früh wie möglich einen Anwalt hinzuzuziehen, da hierdurch oft eine Einstellung des Verfahrens noch vor der Anklage erreicht werden kann. Aber selbst nach Erhebung einer Anklage vor Gericht ist es dem Verteidiger in den meisten Fällen möglich, eine für den Angeklagten vorteilhafte Regelung zu erreichen. Von einer Selbstverteidigung kann wegen der sehr komplexen Gesetzesvorschriften nur abgeraten werden. In Steuerstrafsachen ist der Rechtsanwalt kompetenter Ansprechpartner für die Finanzbehörde, die in diesen Fällen das Verfahren bis zur Anklage selbständig führen (und beenden) kann.

Als Vertreter des geschädigten Unternehmens wirkt der Rechtsanwalt darauf hin, daß der durch den Täter verursachte Schaden ersetzt wird. Das Auffinden und die Rückführung von durch Wirtschaftsdelikte verschobenen Vermögens ("Asset Tracing") stellt eine schwierige Aufgabe dar. Hierbei kommt es wesentlich auf die Schnelligkeit bei der Ermittlung des Tathergangs und die Bereitschaft des Unternehmens zur konsequenten Verfolgung des Täters an. Eine möglichst frühzeitige Zusammenarbeit mit den Strafverfolgungsbehörden ist daher äußerst wichtig.

Nach einer im September 2003 vorgelegten Studie wurden 39 % der befragten deutschen Unternehmen innerhalb der letzten zwei Jahre Opfer von Wirtschaftskriminalität, womit sich Deutschland auf anhaltend hohem Niveau bewegt.

Die Täter von Wirtschaftsdelikten unternehmen oft erhebliche Anstrengungen, um ihre Spuren zu verschleiern, so daß bis zur Entdeckung der Tat ein erheblicher Schaden entstanden sein kann. Oft wird das Delikt nur durch Zufall aufgedeckt.

Der Schaden von wirtschaftskriminellen Handlungen besteht in vielen Fällen nicht nur aus dem materiellen Schaden: Als Folgeschäden, die ihrerseits finanzielle Auswirkungen nach sich ziehen, sind z.B. die Schädigung des guten Rufes eines Unternehmens oder des Markenimages zu befürchten.

Deshalb ist es ebenfalls wichtig, Wirtschaftskriminalität vorzubeugen, bevor sie überhaupt entstehen kann. Bei der Prävention von entsprechenden Delikten kann ein darauf spezialisierter Rechtsanwalt das Unternehmen gezielt beraten und auf mögliche Risiken aufmeksam machen.

 

 

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