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Verkehrsrecht

Das Verkehrsrecht ist einer der bedeutensten anwaltlichen Tätigkeitsbereiche, der sich in das Verkehrszivilrecht, das Verkehrsstrafrecht und das Verkehrsverwaltungsrecht untergliedert.

Das Verkehrszivilrecht betrifft hauptsächlich die Abwicklung der Regulierung von Verkehrsunfällen. Gerade nach einem Unfall ist der Beteiligte oft im Unklaren darüber, was zu veranlassen ist und welche Ansprüche ihm zustehen. Es empfliehlt sich daher stets, einen Rechtsanwalt des Vertrauens mit der Abwicklung zu beauftragen. Der Anwalt kann die berechtigten Ansprüche seines Mandanten verfolgen und zielgerichtet durchsetzen.

Leider ist verstärkt zu beobachten, daß immer mehr gegnerische Versicherungen nach einem Unfall Kontakt mit dem Geschädigten aufnehmen und eine "schnelle und unbürokratische Regelung" versprechen. Dies wird von den Geschädigten oftmals angenommen, denn warum sollte man damit einen Rechtsanwalt beauftragen, dessen Gebühren man im ungünstigsten Fall auch noch zahlen müßte ? Die Antwort hierauf ist relativ einfach: der Rechtsanwalt kennt die Ansprüche, die dem Geschädigten zustehen. Viele wissen z.B. nicht, daß sie nach einem Unfall eine Nutzungsentschädigung für die Zeit verlangen können, in der sie ihr Kraftfahrzeug wegen einer unfallbedingten Reparatur nicht nutzen können. Wenn solche Ansprüche nicht geltend gemacht werden, zahlt die Versicherung selbstverständlich auch keinen Cent. Ebenso verhält es sich oft mit berechtigten Schmerzensgeldansprüchen, die von den Versicherungen lapidar zurückgewiesen werden. Der Betroffene hat dann in vielen Fällen nicht den Mut, sein Recht einzufordern. Ein beauftragter Rechtsanwalt achtet dagegen von Anfang an darauf, daß sein Mandant nicht übervorteilt wird und stellt damit einen wichtigen Partner des Geschädigten dar.

In bezug auf das Verkehrsstrafrecht ist rechtzeitige anwaltliche Hilfe und Beratung oft unerläßlich. Gerade in unserer mobilen Gesellschaft, in der weite Strecken zum Arbeitsplatz mit dem Pkw zurückgelegt werden müssen, hat der Vorwurf einer Verkehrsstraftat oder Ordnungswidrigkeit möglicherweise weitreichende Folgen. So ist beim Überfahren einer roten Ampel heute fast generell mit einem Fahrverbot von einem Monat zu rechnen, von dem nur in Ausnahmefällen abgesehen wird. Der Anwalt wird in einem solchen Fall darauf hinwirken, ein Fahrverbot abzuwenden oder eine andere, für den Betroffenen günstigere Lösung zu erreichen.

Hierbei ist es wichtig, daß der Anwalt möglichst frühzeitig nach dem Verstoß aufgesucht wird, damit dieser rasch Kontakt mit der Strafverfolgungsbehörde aufnehmen kann. In vielen Fällen ist es so z.B. möglich, eine Einstellung gegen Zahlung einer Geldauflage zu erreichen oder zumindest die Folgen der Tat etwas abzumildern.

Ist der Führerschein bereits entzogen, kann der Anwalt versuchen, darauf hinzuwirken, daß der Betroffene möglichst bald seine Fahrerlaubnis zurück erhält.

Wichtig ist für den Betroffenen auch, daß er selbst keine Angaben zum Tathergang macht, denn hierzu ist er nach dem Gesetz nicht verpflichtet. Der Anwalt wird den Sachverhalt mit seinem Mandanten erörtern und sich anschließend für diesen bei der zuständigen Behörde äußern.

Das Verkehrsverwaltungsrecht betrifft die Rechtsbeziehungen einer Person mit den im Einzelfall jeweils zuständigen Verwaltungsbehörden. Hauptsächlich geht es hierbei um die Entziehung und Erteilung von Fahrerlaubnissen, entweder als Ersterteilung oder (überwiegend) nach Entzug der Fahrerlaubnis infolge einer Verkehrsstraftat.

Insbesondere, wenn eine Nebenauflage mit der Wiedererlangung des Führerscheins verknüpft ist, können für den Betroffenen Probleme entstehen. Häufigster Fall ist dabei die Anordnung einer medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU), im Volksmund auch als "Idiotentest" bekannt. Die MPU stellt für viele eine erhebliche Hürde dar.

Der Rechtsanwalt kann in solchen Situationen in zweierlei Hinsicht unterstützend tätig werden: Zum einen kann versucht werden, die Anordnung zu einer MPU mit den zur Verfügung stehenden rechtlichen Mitteln anzugreifen. Zum anderen kann der Anwalt seinen Mandanten zielgerichtet beraten, wie die Prüfung abläuft und was dabei zu beachten ist.

Es zeigt sich immer wieder, daß Gutachter versuchen, der Testperson mit zweideutigen Fragen Fallen zu stellen. Zu meinen, ein gesunder Menschen- verstand reiche aus, um den "Idiotentest" zu bestehen, ist leider ein Irrglaube. Wer von dieser unangenehmen Prüfung betroffen ist, sollte sich im Vorfeld genau und umfassend bei einem Anwalt oder einer Anwältin seines Vertrauens.

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