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Erbrecht

Das Erbrecht dient der Erhaltung des Vermögens und damit auch in weitem Umfang dem volkswirtschaftlichen Interesse. Dabei gilt grundsätzlich die Privaterbfolge, d.h., der Staat hat bis auf die Ausnahme des Nichtvorhandenseins von Erben keinen Anteil an der direkten Erbschaft (wohl aber möglicherweise indirekt durch die Erbschaftssteuer !).

Das deutsche Erbrecht ist umfassend im 5. Buch des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) geregelt, jedoch sind die Regelungen allein aufgrund der Ausdrucksweise oft so kompliziert, daß sie nur mit Mühe verständlich zu machen sind. Dies schafft die Notwendigkeit der Beratung durch einen fachlich versierten Anwalt oder Notar, der die Gesetzesvorgaben allgemeinverständlich erklärt.

Zudem ergeben sich im Erbrecht oft Überschneidungen mit anderen Rechtsgebieten, die es zu berücksichtigen gilt. Zu nennen wäre z.B. das Familienrecht, das Schuldrecht oder das Handelsrecht (bei Vererbung von Handelsunternehmen).

Das Erbrecht zeichnet sich durch strengen Formzwang aus und basiert auf zwei Grundsätzen:

   Testierfreiheit: Die sog. "gewillkürte Erbfolge", d.h. die Bestimmung von Erben

  durch Errichtung eines Testaments oder eines Erbvertrages, geht der gesetzlich

  geregelten Erbfolge vor. Die diesbezüglichen Regelungen im BGB kommen also   nur zur Anwendung, wenn keine Verfügung von Todes wegen vorliegt.

  Testierfreiheit bedeutet in diesem Zusammenhang, daß der Erblasser jede

  beliebige Person ohne Angabe von Gründen als Erben einsetzen (§ 1937 BGB)   und die Verteilung und Verwaltung seines Vermögens festlegen kann.

   Universalsukzession (Gesamtrechtsnachfolge): Das Vermögen des Erblassers

  kann nur als Ganzes auf den oder die Erben übergehen. Eine Rechtsnachfolge in

  einzelne Vermögensstücke (Sonderrechtsnachfolge) ist bis auf wenige Ausnahmen

  (z.B. das landwirtschaftliche Anerbenrecht) nicht möglich.

Im Zusammenhang mit den genannten Grundsätzen ist auch die Entscheidung zu sehen, ob ein Testament errichtet werden soll. Leider ist der Tod in unserer Gesellschaft noch immer ein Tabuthema, mit dem sich viele Menschen nicht beschäftigen möchten.

 

Dies führt im tatsächlichen Todesfall dann leider oft zu langwierigen Auseinandersetzungen der Erben untereinander, die durch eine Verfügung von Todes wegen vermieden worden wären. Es ist daher nur ratsam, sich rechtzeitig Gedanken darüber zu machen, was mit dem eigenen Vermögen später einmal passieren soll. Auch in steuerlicher Hinsicht kann dies vorteilhaft sein, so kann z.B. durch eine Schenkung zu Lebzeiten durch Ausnutzung der Freibeträge die spätere Erbschaftssteuer vermindert oder vermieden werden.

 

Zu diesem Themenkreis kann der Rechtsanwalt oder Notar vertrauensvoll beraten und Lösungen aufzeigen.

 

Doch nicht nur für den Erblasser ist rechtzeitige Vorsorge wichtig. Auch der Erbe ist oftmals auf fachkundigen Rechtsrat angewiesen. Der Anwalt kann u.a. über folgende Fragen aufklären:

 

  Erbfolge (gesetzlich oder gewillkürt ?)

  Ehegattenerbrecht

  Haftungsrisiken für den / die Erben bei Annahme der Erbschaft

  Ausschlagung der Erbschaft (fristgebunden !)

  Erbschein

  Testament

  Vermächtnis

  Pflichtteil

  Erbschaftssteuern

 

Durch eine rechtzeitige Beratung lassen sich so Mißverständnisse aufklären und Überraschungen vermeiden.

 

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